Gott ist mir egal

Viele Menschen machen sich Gedanken darüber, ob sie einen Gott in ihr metaphysischen Glauben einbauen wollen oder nicht. Manche fühlen sich durch harte Lebenssituationen zu einem höherem Wesen hingezogen, da sie glauben, dass Gott ihnen in der Situation geholfen hat. Ich möchte in dieser Einführung darauf eingehen. Ist es wichtig ob wir an Gott glauben oder nicht ? Stehen wir als schlechte Menschen vor ihm, wenn wir uns nicht zu ihm bekennen ?

Zuerst wollen wir Gott definieren, dass alleine ist schon schwer genug. Gott ist für uns nicht sichtbar und nicht fühlbar, er ist mit keinem unserer Sinne klar aufzunehmen. Daher ist es für uns nicht immer einfach uns in Sachen Glauben zu fixieren. Da wir Gott nun auch nicht fragen können ob er existiert bleibt uns nur uns durch logisches Denken eine grobe Struktur der Wesenheit aufzubauen.
Zuerst einmal gibt es viele Dinge die unsichtbar sind und dennoch existieren, da wären unsere Gedanken und Gefühle, die ganz individuell auf uns projiziert sind. Niemand kann sie erraten oder fühlen wie es ist ein anderer Mensch zu sein. Dennoch weiß man dass es meinem Freund wehtut, wenn ich ihn mit einem Hammer auf die Finger haue. Wir fühlen uns ständig in andere Personen hinein und neueste wissenschaftliche Erkenntnisse beweisen das bei jeder Mensch über Spiegelsynapsen verfügt. Diese Eigenart unseres Gehirns erlaubt uns die Gefühle von anderen Menschen zu erahnen, das Gehirn spielt einen Film ab, der die spezielle Situation simuliert. Wie oft kommt es vor, dass die Tränen oder der Schmerz des anderen auf uns übergreifen und wir einfach  mit weinen müssen. Auch dies sind unsichtbare Geschehnisse, doch wissen wir dass sie existieren.

Weiterhin möchte ich auf die Frage der Seele eingehen. Gibt es eine Seele, wenn ja welche Funktion hat sie ?
Ob es die Seele gibt ist eine schwere und dennoch logische Frage. Wir können immer so argumentieren das es außerhalb der Sinnenwelt nichts gibt und nach dem Tod das absolute Schwarz folgt in dem nichts mehr existiert. Weiter gibt es die Möglichkeit, dass unser Sein eine Art Sinn hat. Dies bedeutet dass wir mit einer gewissen Aufgabe hier sind, welche uns in irgendeiner Weise voranbringt, gar etwas Positives in uns bewirkt. Da wir nach unserem Leben keine weltlichen Reichtümer mit ins Totenreich nehmen können, stellt sich schnell die Frage was ist es. Was nehmen wir aus einem Leben mit ins Nirvana. Diese Frage ist gleichzusetzen mit der des Lebenssinnes, denn nur das was über das Leben hinausgeht kann langfristig Bestand haben, d. h. die Leere füllen in der wir gezwungen sind zu leben. Laut ersterer Annahme gibt es nach dem Leben nichts mehr, dass würde bedeuten es gibt keinerlei Erkenntnis die wir in diesem Leben gewonnen haben die uns irgendetwas nützen könnte. Wir könnten gar ein grausames Leben führen, es würde niemals über uns gerichtet werden, noch irgendeine schlechte Auswirkung haben, weil wir nach dem Tod in ewige Leere verfallen. Dennoch versuchen die meisten von uns rechtens zu leben, selbst diejenigen die ersteres Beispiel bejahen. Irgendetwas scheint uns zu leiten in der Frage nach Gut und Böse. Es scheint also Werte außerhalb unserer Existenz zu geben. Etwas dass wir nach dem Tode mitnehmen. Vermutlich eine Art Bereicherung, jenseits von materiellen Dingen.  Hier gilt es zu erörtern was ist eine anti materielle Bereicherung des Geistes. Liebe wäre eine schöne Antwort, doch diese wird uns im Jenseits nicht viel nützen, da wir unsere geliebten Freunde vorerst nicht mehr wieder sehen werden. Doch die Erfahrungen die wir in dieser Liebe gemacht haben und die positiven wie negativen Eindrücke, kann uns keiner mehr nehmen. Selbst wenn ein Freund stirbt kann man sich noch Jahre später an die schönen Stunden erinnern, die man mit ihm verbracht hat. Erfahrung scheint das Einzigste zu sein, was ewig währt. Sie hilft uns mit neuen Situationen zurecht zu kommen und wir profitieren von ihr in unserem weiteren Weg, dies lässt sich auch auf ein aktives Leben widerspiegeln, denn mit 50 ist man über einiges an Erfahrung reicher als mit zwanzig und würde so manchen Fehler nicht noch einmal machen.

Vergleichen wir das Leben einmal mit einer Schulstunde. Die Stunde beginnt um 8 Uhr und endet um 9. Heute steht Mathematik auf dem Stundenplan, es ist sehr einfacher Unterricht der über die mathematische Summierung handelt genauer gesagt: 1+1=2. das gilt es in dieser Stunde herauszufinden. Gehen wir weiter davon aus, derjenige der diese Stunde kommt von einer einsamen Insel und nach dieser Stunde wird er dahin zurückkehren und nie wieder mit einer mathematischen Formel konfrontiert werden. Wäre es in diesem Fall sinnig die lange Reise zu tätigen und die Formel zu erlernen oder nicht? Er wird sie niemals wieder brauchen denn dort wo er hin reist kennt man Mathematik nicht. Hier möchte ich die den Vergleich zu einem Leben ohne Nachtodexistenz ansetzen. Welchen Sinn hat eine Stunde (ein Leben), wenn man es nie wieder in jeglicher Art und Weise benutzt oder etwas daraus gewinnt, vermutlich keinen.
Wenn die Stunde aber eine von vielen ist wie in unserem Schulsystem macht sie Sinn, denn der Schüler wird den Inhalt in seinem weiterem Leben noch benötigen. Man kommt um die Entscheidung nicht herum, dass man die Schulstunde lieber dem geben wird, der sie auch benötigt, denn sonst wäre sie nicht sinnvoll.

Uns bleibt also die Entscheidung in unserer Metaphysik, sehen wir sie logisch, was sinnvoll ist, denn etwas anderes als Logik bleibt unserem Menschenverstand zur Erklärung nicht übrig, oder wir betrachten die ganze Sache alogisch und sehen keinen Sinn in dem ganzen. Ich möchte hier von ersterem ausgehen.

Weiter also wenn wir also einen gewissen Sinn in unserer Existenz sehen, muss es dann auch eine Seele geben? Auch darüber lässt sich streiten, doch auch anhand unserer aktuellen Situation, dem Leben können wir vielleicht Schlussfolgerung darüber ziehen. Ein großes Problem tut sich nur dabei auf… unser Körper. In unserem Gehirn werden Informationen verarbeitet und gespeichert, doch ist die Frage ob nur da oder gibt es noch ein dahinter. Einen Stoff der unendlich hart ist und dennoch unendlich leicht und so unsichtbar, dass man ihn nicht erfassen kann. Nehmen wir in ersterem Beispiel an es gäbe kein dahinter, es gibt nur dieses Gehirn und Gene die uns dazu treiben etwas zu tun oder zu lassen. In diesem Beispiel gäbe es keine Entscheidungsfreiheit im eigentlichen Sinne denn wir handeln nur nach einem vorprogrammierten Plan ähnlich wie ein Computer es tut. Dass Gehirn funktioniert, doch durch seinen Aufbau ist jede Handlung vorbestimmt, ein Faktor X existiert nicht. Der Faktor X ist der undefinierbare Faktor den Mann vorher nicht bestimmen kann, durch ihn kann alles oder auch nichts passieren. Wenn die Welt nach diesem Beispiel funktionieren würde, wären wir gar nicht mehr als Maschinen, als vorprogrammierte Computer die nur aufgrund ihres Aufbaus handeln. Doch die Wirklichkeit scheint zu zeigen, dass es den Faktor X gibt. Denn viele Menschen sind unberechenbar und handeln manchmal total unvernünftig. Ein Student bricht kurz vor dem Diplom sein Studium ab, weil er lieber zu seiner neuen Geliebten nach Spanien auswandert. Für ihn macht es langfristig mehr Sinn sein Studium abzuschließen doch dennoch tut er es. Täglich treten solche Phänomene auf es scheint also etwas zu Geben was uns bei Entscheidungen mit beeinflusst, dass nicht in unserem Gehirn verankert ist. De facto muss es etwas außerhalb dieses Körpers geben, dass uns lenkt. Man könnte es Seele nennen.

Wir sind also zu dem Schluss gekommen es gibt einen Sinn im Leben und es scheint so etwas wie eine Seele zu geben die uns leitet Dinge zu tun oder zu lassen. Doch was will nun Gott von uns und wer ist das überhaupt. Ich möchte hier nicht erörtern ob es einen oder mehrere Götter gibt, denn das eine erklärt das andere quasi von selbst. Ein Gott ist eine höhere Instanz, ein Wesen dass uns etwas gibt und uns um etwas belehren will, wie eben angenommen. Die Gottesvorstellungen selber können in verschiedenste Richtungen gehen, Gott könnte einfach nur dass ganze Universum sein mit allen Gesetzen die darin herrschen, oder er ist so etwas wie eine Person, vielleicht ein Richter. Da wir ihn allerdings unser ganzes Leben nicht ein einziges Mal zu Gesicht bekommen, hinkt dieser Vergleich, denn warum sollten wir ihm nicht zum Beispiel einmal im Jahrgegenübertreten um über uns richten zu lassen. Gott scheint ein stiller Begleiter zu sein der uns viel gibt, doch sich selbst nicht preisgeben will. Sinniger scheint es die gesamte Konstruktion. die wir Welt nennen, als Gott zu betrachten. Selbst in ihr kann der Gott als Person auftreten wenn er es möchte und es ist nicht auszuschließen dass der eine Gott weitere Teile in sich trägt die man als Untergötter bezeichnen könnte. Ich möchte wieder einen Vergleich einführen. Ich stelle mir vor wie ich als Schnitzer einen Stock bearbeite. ER soll einmal eine Schachfigur werden daher gebe ich mir sehr viel mühe mit ihm. Ich kenne den Stock genau, ich weiß wie ich ihn zu behandeln habe damit ich dieses gewünschte Ergebnis erziele. Der Stock selbst kann mich nicht sehen da er keine Augen hat, er merkt von der Behandlung nichts da er mich nicht fühlen kann. Ich als Schnitzer mag den Stock dennoch und gehe gut mit ihm um sodass er mir bald eine schöne Schachfigur wird. Der Stock selbst merkt mit der Zeit dass er sich verändert und in eine gewisse Richtung geschmiegt wird. Da er sich jedoch in einer anderen Realität befindet nimmt er von dem Schnitzer nichts wahr. Er hat nun die Möglichkeit an den Schnitzer, der ihn formt, zu Glauben oder nicht. Für ihn ändert das nichts an der Tatsache dass er ein sich verändernder Stock ist, und auch dem Schnitzer kann es egal sein ob der Stock sich über solche Dinge Gedanken macht. Das Spiel aus Stock und Schnitzer funktioniert auch ohne dass der Stock weiß dass er geschnitzt wird, er wird dennoch seine Form bekommen und seinen Platz auf dem Schachbrett. Der Vergleich mit uns Menschen liegt nahe, Gott kann uns auch formen ohne dass wir an ihn Glauben, vielleicht ist der manchmal vorhandene Atheismus Teil unserer Aufgabe im Sein.

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2 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. convenient
    Apr 26, 2013 @ 13:34:56

    Hi, I’m a writer based out of Mijdrecht, Netherlands and I located your site via https://sonde7.wordpress.com/2011/11/12/gott/. Would you have any points for those looking into blogging? I’m working on launching my own website soon
    but I don’t really know where to start. Could you recommend starting out with a free platform like WordPress or go for a paid choice? I’m faced
    with quite a few options and it’s all so daunting… What would you say?

    Antwort

    • sonde7
      Mai 25, 2014 @ 05:48:10

      Hi, sorry for answering very late, but i would try WordPress. I think its the best plattform for blogging. If you are interested in linking our Websites, please write me back.

      Antwort

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