Gedanken zum Anarchismus Teil 2 — Die Ablösung der Postmoderne

Die Postmoderne gilt allgemein hin als die Zeit, die bereits alle vergangenen Ideologien gesehen hat und ihre Makel erkannte. Es ist zudem eine Zeit der Ideologielosigkeit, denn es wurde den Menschen klar, dass alle Ideologien der Vergangenheit scheiterten und damit die Sache der Ideologie selber betrachtet werden sollte. Eine Moralvorstellung beruht auf einer ethischen Ausrichtung, eine Ideologie hingegen kann nicht als ethisch verstanden werden, weil sie stets normativ und eindimensional ist. Betrachtet man eine Ideologie jedoch nachhaltig, das heißt aus verschiedenen Standpunkten in Bezug auf langfristige objektive Auswirkung ohne den Versuch eine Moralvorstellung miteinzubeziehen wird klar dass daraus gar keine nützliche Schlussfolgerung gezogen werden kann. Genauer gesagt fehlt das Lineal mit dem der Stift überhaupt vermessen werden kann, wobei der Stift überhaupt nötig ist um das Lineal zu beschriften auf dem keine Striche oder Zeichen vermerkt sind. Wir befinden uns in einer Welt ohne irgendeine Form von moralischen Vorgaben, da eine Ideologie aber auf moralischen Vorgaben, genauer einer Wertvorstellung beruht macht es gar keinen Sinn diese zu haben, da wir sie nur mit Menschen gemachten Mitteln, ja ihren eigenen Mitteln bewerten können. Die Schlussfolgerung ist das eine Ideologie Singularität darstellt, denn theoretisch muss Sie einen so großen Umfang haben, das es gar nicht möglich wäre in einem Menschenleben darüber zu referieren. Damit kommt sie auch nie zum Ende, da sie aber Ideologie ist, sollte sie alle Eventualitäten abklären. Da jedoch niemand die Zukunft vorhersehen kann und niemand weiß wie die Zukunft in 50 Jahren genau aussieht, kann man gar nicht von Ideologien sprechen, zumindest nicht von sinnvollen, die über eine Momentaufnahme hinausgehen.

 

Seit der Postmoderne wissen das die Meisten und es verbreitet sich ein Geist der allgemeinen Ratlosigkeit wohin sich die Menschen noch entwickeln werden und sollen. Die letzten Jahrhunderte bestanden aus wissenschaftlichen Fortschritt, inzwischen kennt man den hohen Preis der Technologien und sucht nach Verbesserung ebendieser.

 

Bezüglich auf die Ideologie des Fortschritts sei gesagt, dass in der modernen Welt jede Theorie, jede Politik, jede These genauestens unter die Lupe genommen wird, es werden Quintessenzen gezogen.

 

Unsere Ethik sollte nun so ausgelegt sein, dass sie eine Definition von dem, was für die Erde als Ganzes eine positive Auswirkung hat, die möglichst gleich unabhängig nach Stand, nach Bildung, nach Ethnie und auch nach der Art des Lebens verteilt ist. Auch Ökosysteme aus Pflanzen bestehend sollten einbezogen werden und nicht als abzubauende Ressource, sondern als fundamentales Element der Erde als Planet gesehen und behandelt werden. Menschen sind Wesen aus der Natur, ohne ebendiese kann der Mensch nicht funktionieren.

 

Für die Zeit nach der Postmoderne ist anzumerken, dass sie zwar selbst feststellte, dass Ideologien scheiterten, dennoch eine Synthese aller Ideen, aller Ideologien, alles Denkens, Wissens und Handeln gezogen werden kann. Man könnte es als eine Art Ideologieevolution bezeichnen. Uns allen ist klar, dass ein Leben ohne Münzen, ohne Geld in Verbindung mit der enorm gestiegenen Population und nicht mehr möglich ist weil diese Erfindung bereits etabliert ist und einen enormen praktischen Nutzen hat.

Die Tatsache, dass alle Maschinen die wir erfanden, Nachteile haben können und dass Strom im Moment Emissionen verursacht, die katastrophale Auswirkungen haben, sorgte in den letzten Jahrzehnten für ein Umdenken bezüglich der Energieproduktion. Der Raubbau an Wald, Fisch und profitmaximierende Tierhaltung sind ein anderes.

Der Ideologie-evolutionäre Gedanke ist hierbei, dass wir inzwischen überhaupt in der Lage sind, dank moderner Messverfahren z.B. langwierige Auswirkungen von der Verbrennung fossiler Brennstoffe haben und daraus schließen können, dass die Emission in Bezug auf Strom zwar nützlich sind, langfristig jedoch abgesetzt werden müssen. Vor 150 Jahren konnte niemand soweit denken.

Es ist für jeden modern denkenden denn Mensch dass wir uns als Weltbürger betrachten müssen. Aber um unseren Planeten im Ganzen muss es gehen, damit auch um das Überleben der Tiere und Biokulturen. Der Mensch lebt in symbiotischer Beziehung zu der Natur, jeder Wegbruch einer Summe von biologischer Vielfalt ist eine irreversible Zerstörung des Wertes unseres Planeten.

Für wirklich fortschrittliche Menschen sollte klar sein, dass wir auf recht weitreichende Sicht gesehen, auch nicht mehr Global denken dürfen. Statistische Wahrscheinlichkeit legt nahe, dass die Existenz anderer Lebenskulturen im Weltall nahezu belegt ist. Natürlich sind die Werkzeuge die diese Berechnungen darstellen sehr kritisch zu überprüfen. Vermutlich ist bei der Giganz an Elementen für die Entstehung von Leben, deren Kriterien wir gar nicht kennen können. Wir wissen gar nicht welche  Form Leben Jenseits von organischer Materie haben könnte. Diese Kreterien überhaupt aufstellen zu können obliegt einem Wissen dem unser Kulturstand äonenweit entfernt ist.

 

Wer weitreichender denkt kommt zu der Synthese der Ideologie, die besagt das wir im nächsten alle Ideologien auf ihre synthetische Wirksamkeit auf die Erde als Ganzes beobachten müssen. In letzter Konsequenz müssen wir uns nicht mehr nur als Mensch sondern als Erdklinge als Teil eines galaktischen Systems betrachten in dem wir auch andere Lebensformen auf der Erde würdevoll und nachhaltig ethisch betrachten müssen.

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