Pädagogische Förderung von Intelligenzenstehung, Kritik am Transhumanismus

Die wichtigste Frage der Medizin, die unsere Gesellschaft vor unfassbare Probleme stellt ist die Frage wo kommt Intelligenz her, wie entsteht sie und wie können wir sie fördern.

Zum einen muss Intelligenz doch etwas sein was nach der Geburt entsteht, denn in den ersten Monaten auf der Welt verhalten sich alle Kinder doch zunächst gleich. Sie lernen das Essen, sie lernen das Sprechen, das Laufen und das Beobachten des Verhaltens anderer Menschen.

Wie kann es nur dennoch zu solch Disposition bei der Intelligenzausbildung kommen? Ich bin davon überzeugt, dass der Großteil der Intelligenzbildung im Kindheits- bis Jugendalter angesiedelt ist, fraglich nur wie kann man sie fördern. Interessant ist die Beobachtung von natürlichen Mängeln die bei den meisten Menschen durch eine andere Fähigkeit kompensiert wird. Auch diese Fähigkeiten müssten in der Entwicklung selbst passieren. Ein Kind, welches objektiv nicht hübsch ist, nehmen wir an es wäre ein Junge, was wird er im Jugendalter tun um den Mangel zu kompensieren? Zum einen wird er die Möglichkeit haben schüchtern zu werden, kaum Freundeskreise zu entwickeln und in den Eurozentrismus abzurutschen. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass er den Mangel durch eine gewaltige Portion Humor oder Wortwitz kompensiert um in sozialen Interaktionen erfolgreich zu sein. Auch er hat einen Sexualtrieb, auch er muss und will sich fortpflanzen, der Trieb manipuliert unser Verhalten meist positiv.

Wir können beobachten, das Unfälle mit Hirntraumata oft geistige Behinderungen auslösen können, doch muss man dabei den Punkt in Erwägung ziehen, dass das Gehirn welches schon einmal eine gewisse Intelligenz in der Lage zu entwickeln war, wie beispielsweise bei einem jungen Erwachsenem, auch wieder durch viel Therapie in der Lage ist sich an seine Funktionen vor dem Unfall zu erinnern. In diesem Fall ist die Intelligenz vorhanden, das Gehirn muss nur in sein Schema zurückfinden. Im Falle einer entstandenen Behinderung vor Ausbildung der Intelligenz ist das erlangen dieser sehr unwahrscheinlich.

Der Mensch ist ein bildsames Wesen. Die Bildsamkeit reicht nach Herbart bis in die Funktionen der einzelnen Zelle zurück, welch faszinierender Gedanke, der doch korrekt in Bezug auf die Lebewesen sein muss. Denn wie konnte sonst aus dem Genom die Zelle, aus der Zelle der Organismus und somit das Lebewesen werden, wenn selbst die Genetik nicht bildsam wäre? Die Lamarcksche Evolutionstheorie, in welcher sich das Genom auch den Lebensgewohnheiten anpasst bestätigt dies. Die modernen Evolutionstheorien sprechen von einem Mix aus natürlicher Selektion und lebensgewohnheitsbedingten Anpassungen des Genoms.

Was können wir für unsere Behinderten Menschen tun? Ziel sollte es doch sein möglichst effiziente Therapien zu entwickeln um Intelligenzentstehung zu fördern, nicht nur im Kindesalter. Der Transhumanismus beschäftigt sich durch Vorgänge wie Präimplantationsdiognostik damit Krankheiten aus dem menschlichen Genom auszumerzen. Menschen werden mit Maschinen verbunden und genetische Mischwesen wie Chimäre entstehen. Ziel ist dabei die Selbstvervollkommnung der Art Mensch durch ausmerzen von Fehlern wie Behinderungen.

Meines Erachtens funktioniert dies so nicht, denn dann bräuchte der Staat ein Verbot der natürlichen Fortpflanzung, ansonsten wird der menschliche Genpol immer wieder mit genetisch schlechterem Material gefüttert werden. Ein Verbot der natürlichen Fortpflanzung ist jedoch ethisch und sozial vollkommen unsinnig. Statt geistige Minderintelligenz genetisch  vorauszumerzen sollten wir doch versuchen Therapien und Übungen zu entwickeln die der Stärkung und Entwicklung der grauen Zellen fördern.

Unser Schul- und Bildungssystem in Deutschland kann damit nicht angesprochen sein, denn hier wird viel gelehrt, jedoch nicht intelligentes Erarbeitung der Aufgaben. In unserem Bildungssystem geht es zu 85% um Fleißarbeit, wie könnte es anders sein, da die Abiturientenquote mehr und mehr steigt. Was wir bräuchten wären Schulabschlüsse über dem Abitur, die nur durch intelligentes Lösen von Aufgaben erreichbar wären. Zudem sollten wir uns von der Altersfrage bei einem Schulabschluss vollkommen unabhängig machen. Was wäre wenn jemand die Intelligenz fürs Abitur erst mit 35 erworben hätte, oder für einen höheren Abschluss über dem Abitur bereits mit 15. Klassen sollten noch heterogener sein, warum nicht alte Schüler und Schülerinnen mit Jungen mischen? Die alten vererben ihre sozialen Kompetenzen an die jüngeren die Kinder den Erfindergeist des Kindes.

Die Schlüsselfrage zur Intellegenzgenese muss die der Abstraktion sein. Denn nur wenn das Gehirn Vorgänge erörtert und durchläuft, die es noch nicht kennt, denkt es. Bei dem stetigen Wiederholen von mathematischen Aufgaben wird ein erlerntes Schema abgefahren, aber es wird nicht gedacht.

Interessant sind dabei die kindlichen Gedanken an eine höhere Macht oder an Fragen, auf die der Mensch keine einstimmige Antwort kennt. Wenn ein Kind die Frage nach Gott stellt, können wir nur gut darin tun es in dieser Hinsicht zu fördern und anzustiften die Gedanken weiterzuführen, ebenso verhält es sich mit anderen wissenschaftlichen Disziplinen. Fragen sie doch mal warum ist eins plus eins gleich Zwei? Warum ist es nicht drei? Die Warumfrage löst denken aus. Warum soll ein Gott im Himmel sein, warum ein Teufel in der Hölle? Nur diese Fragen lösen abstraktes Denken aus, das in Verbindung mit dem Hormon Dimethyltryptamin gebracht werden kann. Dieses kreiert halluzinatorische Abstraktion im Gehirn und wird im Mandelkern produziert.

Komplexe Fragen auf die möglicherweise gar keine einstimmige Antwort existiert lösen Ablösung aus dem simplen Alltagsdenkschema aus. Die Frage die bisher niemand stellte ist, wie können wir dieses Denken pädagogisch Fördern? Wie können wir Intelligenz produzieren?

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