Kafkas Schloss

Inspirierend die Zwangseinweisung
Ein Polizist hat mich erschossen
Trinke Kaffee beim Genossen
Rauche Shivas Tattergreis
Tüftle über Zwanzig Jahre
tüftle, lüfte Rätselsfrage
Niemand der die Lösung weis
Rauche Tabak ohne Plage
Der Schnee er scheint schwarzweis
Räum den Keller dieser Tage
Gott er schickt ne Plage
Lese Legenden einer Sage
Stelle mir selbst eine Frage
Auf die niemand eine Antwort weis
Ziehe Koks und rauche Schore
dort ein Winterstern erblüht
Höre drehend kreischend den Motore
Doch da! Einer lügt
Und im Labarinth der Pyramide
die Oase ein Gedicht,
lachend lüftet Satansplage
ihr wahres Gottgericht
300 Jahr, der der Gutes tun wird
bin nichts als ein Sklave
In der Liga der Enklave
Sommerstrahlen
draußen herscht der Sturm Kyrill
Treppen hoch und Treppen runter
vor mir steht der der Arzt der Gunther
Medizin er geben will.

Wie eine weisse Socke

Ein Arzt sagte einst zu mir
Mit der Gesundheit ist es,
wie mit einer reinen weissen Socke

Heute weiss ich, dass die Welt so ist
und manch eine Geschichte
einfach nicht schön enden darf

Sie haben mir jetzt die Leber
meine arme braune Leber, zerschossen,
zerschossen, zerschossen, zerschossen.

Sehe ich mich selbst
mein letztes Paar,
reine weisse Socken waschen

Denn weiss, nicht rot, ist die Gefahr unserer Zeit
so war dies Leben nur ein Warnschild gewesen

Und ein Krebs ist auf dem Vormarsch
so ist es an der Zeit
es zu verlassen, verlassen
verlassen verlassen verlassen.
denn
manch eine Geschichte
ja,
darf nicht schön enden

Die Maschine

Die Auswertung musste fertig werden. Es musste berechnet werden. An diesem kalten Novembertag an dem Demitri die stickige Luft des Büros in sich sog. Sein Mitarbeiter betrat den Raum und setzte sich an einen durch rollbare Wände abgetrennten Arbeitsplatz. Als dieser die Maus bewegte schaltete der Bildschirm ein. Dimitri vernahm beim Blick hin zum Fenster, bei dem er auch den Arbeitsplatz seines Kollegen Stefan wahrnahm, auch auf dessen Monitor Schirm Fenster, Zahlen und Reiter.

Der Tag war regnerisch und grau, nicht wirklich kalt sondern unangenehm, einer dieser Vorwintertage, die es laut Demitri’s Vater früher niemals gegeben hatte. Früher waren die Novembertage klar, kalt und schön. Heute sind sie verregnet. Der Blick zur Uhr verriet Demitri, dass es bald fünf war. Er malte sich seinen Feierabend aus. Er würde nach Hause mit seinem Seat fahren, sich eine Dose Ravioli aufmachen und das allabendliche Fernsehprogramm durchforsten, auf der Suche nach etwas anderem, nur keine Zahlen, keine Reiter, und keine Fenster. Gegen sechs würde er zu Hause eintreffen, die Dose Ravioli musste er noch im Supermarkt zum Preis von zwei bis drei Euro erwerben.

Eigentlich hatte ihm sein Arzt empfohlen, keine Dosennahrung mehr zu konsumieren, auch die Zigaretten und der Kaffee taten ihm nicht gut. Der Arzt hat gut Reden, wahrscheinlich sitzt er schon zu Hause in seinem Palast. Seine Frau bereitet ihm grade ein zu seiner Ankunft bereits köstlich duftendes Abendessen zu, das nur aus Vitaminen und Mineralien besteht. Keine kochende Frau wartete auf Dimitri, nur seine Dose Ravioli, angenommen des Falles er würde wirklich noch im Supermarkt einkaufen.

Bald würde er Mercedes fahren, jede Überstunde war nötig, jede Wochenendschicht ein Muss. Tausende Euros tummelten sich auf dem Konto, man kann sie ja jederzeit mit dem Handy einsehen, man kann sie vermehren, mit jeder Stunde, mit jeder Zigarette und der Tasse Kaffee am Morgen, jeder Atemzug den Dimitri im Büro verbrachte erhöhte die Summe der Zahlen auf der Habenseite.

Das Auto hat über zweihundert Pferdestärken und war silbern, ähnlich dem grauem Himmel, neben dem Bürofenster. Der Arzt fuhr mit dem Fahrrad nach Hause. Das Automobil des kleinen Mannes wie man sagt. Ein großer Mann fährt Mercedes. Bald schon würde Demitri Mercedes fahren, nur noch ein Monatslohn. Sein Magen knurrte als sein Vorgesetzter seine Box eilig stürmte. “ Herr Niemann wie weit sind sie gekommen?“ sprach dieser freundlich. „Ich denke ich sollte übermorgen fertig sein, die Buchungen von Rosmann sind noch nicht erfasst, das ist aber reine Fleißarbeit, werde ich morgen eintragen.“ “ Der Kunde rief eben an, er will die Zahlen bis aller-spätestens morgen Abend übermittelt haben, sie hatten doch nach zusätzlicher Arbeit gefragt“.

Mürrisch schaute Dimitri drein und gab schwermütig ein „dann muss es wohl sein“ ab. Nachdem das Büro sich nach und nach lehrte, und der Magen immer lauter knurrte, fuhr Dimitri langsam seinen Rechner runter. „Diese Maschine“ dachte er denn es war eine Maschine . Er dachte an die Dose Ravioli und sah das Netzkabel. Als die Uhr halb sechs schlug saß Dimitri glücklich in seinem Seat und fuhr zum Italiener, der ihm stets so hoch angepriesen wurde. Er würde ein Fahrrad kaufen, er würde das Rauchen aufgeben, irgendwann. Ganz sicher würde er keinen Mercedes kaufen und niemals wieder einen Fuß in die Box vor die Maschine, in das Rad des Getriebes, der Mühle der Maschine setzen. Nicht für eine andere Maschine.

Aktion Wartelyrik

Ich und meine gute Freundin Sabine kamen grade auf eine hervorragende Idee. Wir alle warten ständig in unserem Leben, an Ampeln, im Stadtverkehr, im Bus oder beim Zahnarzt. Wie wäre es wenn wir an diesen Orten, zum Beispiel an einer Ampel, kleine Zettel aufkleben und dort beispielsweise ein Zitat anbringen. Meistens ist Warten doch mit Inhaltslosigkeit verbunden und wenn man gute Zitate hört gegen Diskriminierung oder Fremdenhass, oder einfach nur schlaue Sätze, würde diese Zeit mit einem sinnvollem Gedankengang gefüllt werden. Deswegen möchten Sabine und ich hiermit dazu aufrufen Zettel an Ampeln sowie Bussen oder Bahnhöfen anzubringen und eure Zitate zu verbreiten. Wenn ihr ein Foto davon macht, könnt ihr es mir gerne Schicken, ich werde es dann hier in einer neuen Gallerie präsentieren.

Also, nieder mit der Wartezeit.

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