März

Im Frost spriest ein hellgrün Same

Das Skatspiel auf dem Tisch gemischt

im See bereits der erste Lachs gefischt

Elegant gezündeter Tabak von der Dame

Der März ist kalt, es ist ein Frühlingsname

 

Am Freitag friert der Fluss schon wieder

Der Wind ertaubt die Menschenglieder

In der Stadt spielen Junker Liebeslieder

Der Sam, das Korn, es spriest der Flieder

Ich seh auf meine Armbanduhr hernieder

Wo ist die Zeit, mir ists zuwieder

 

Und daheim der trockne Sauerteig

daraus forme ich nen Herzbrotlaib

mit ner Kruste knusprig Käse

Was fehlt? Burgunder Spätauslese

 

Der Krokos der dort lila  blühte

im weissgrünen Schneeglöckchenmeer

der Flieder der sich heut bemühte

schafft den Weg ans Licht nur schwer

 

 

Frühling wir erwarten dich

schon seit langem

ach wärst’s doch vor nem Jahr

nicht  einfach so gegangen

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Die Missgeburt

Gefangen im Schloss,

im Dunklen liegt die Vergewaltigung

Seh auf dein Bild

und wieder grüßt Storckholm

Du hattest den Sohn

der auch mein Fleisch war

bis zum Grabe getragen

Und jetzt welch ein Rockstar

und jetzt welch ein Dichter

im Tod verblühen Lebenslichter

Nochimmer fallen Tränen

was uns dort im Gefägnis passiert

dabei war es nur die eine Pappe

die uns Jahrzehte trennte

Er hat den Betäubten vergewaltigt

und jetzt bringt ihn der Fluch ums Leben

Möge er in der Hölle brennen

Jetzt scheinen Sonnenstrahlen ins Zimmer

Und die Kälte gefriert das Land

Tja und jetzt der Sohn schon längst verwelkt

ein Leben ohne Berechtigung auf Existenz

kann nicht Leben

Der Kaktus ist vertrocknet

mein Kind ist lange Tod

Der doch ein Mensch gewesen

Gequählt durch die Behinderung

die für seine Zeugnis sorgte

Herbstwind

Am Morgen trägt er die Blätter von den Bäumen,

Es ist Zeit die Felder zu leeren, die Kartoffeln einzufahren

Der Speicher füllt sich, Bauern fahren auf dem Sammelwagen,

Sieh im Wald, wie die dicken Pilze aus dem Boden ragen,

Ich will den Anblick des bunten Waldes nicht versäumen.

Der Tod, das Sterben des grünen wilden Sommers,

Vorbei, die Zeit der Musik, des Blitzes, des Donners,

Der Apfel schmeckt fruchtig sauer süß,

Die Speicher, der Agrare, wohin mit dem Gemüß?

Der Herbst kommt in kleinen Schritten stets zur Erde,

Die Engel hoch oben, backen auf dem Himmelherde,

Warme Kälte, nasser Wind, das Kind,

das Jahr für Jahr erneut zu Boden fällt,

der Bauershund, der wachend bellt,

Die Schweine, die Hühner, das Rind,

Im Land der Deutschen, weht des Herbstes Wind.

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