Wo ist Gott?

Als fundamental prägend würde ich die letzten zwanzig Lebensjahre beschreiben. Es fing wohl alles mit einem kleinen Jungen an, der sich irgendwie versucht hatte die Welt zu erklären, Gesetze zu finden, wo da scheinbar keine waren, eine Systematik zu erfassen, die hinter all der Fassade stand.

Als Kind hatte ich gerne mit meiner guten Frau Mama gebetet und es hatte doch stets gut getan, die Worte an den lieben Gotte zu richten. So lernte ich das Gebet als Instrument zu nutzen. Ich betete um Zärtlichkeiten der Mädchen als ich dreizehn war. Ich bekam sie kurze Zeit darauf. Aber sogleich ich mehr über Gott zu erfahren begann, so komplizierter komplexer und surrealer, manchmal gar unheimlich schien mir all das. Auf den katholischem Gymnasium und dem Kolleg, das ich später besuchen sollte, gab es natürlich ein Dogma dass man uns einzuprügeln versuchte. Doch all das genügte mir schon als Jugendlicher lange nicht mehr.
Ich sah die Menschen in ihre Gebetstempel rennen, Gelder spenden, immer wieder die schweren Gelder in den Bettelbeutel des reichsten Vereines der Welt werfen. Ein Verein die Menschen dessen Glaubens, dem ich heute zu angehören vermag, die Magierinnen auf Hexenfeuern bei lebendigem Leibe verbrannt hatte. Der einen Krieg gegen die Protestanten der Bewegung Jan Hus und später Martin Luther geführt hatte. Nur weil man die anders dachte. Ein Verein der sich katholische Kirche nennt und nichts will als Macht.

Sie gaukeln den Leuten vor, wie fast alle Weltreligionen, die Rechte Gottes für sich gepachtet zu haben und gehen damit auf Bauernfängerei. Alles was sie wollen ist noch mehr Bauwerke, Kunstgemälde, Goldkrüge aus denen sie ihren Messwein trinken können. Was sie tun, war oftmals auch die Misshandlung von den Menschen, die sich nicht wehren konnten.Kindern und Behinderten. Zudem sind sie komplett frauenfeindlich eingestellt. Ist die katholische Kirche dem Satanismus so fremd?
Satan ist eine Wesenheit, die schnell Macht gewährt, wenn man sich nach seinen Regeln verhält. Satanisten opfern und quälen Kinder um Macht zu erlangen. Christen misshandeln ihre Kinder aufgrund sexueller Perversion und unterdrückten Gelüsten. Das Zölibat wird nicht groß in Frage gestellt, obwohl Gott uns Menschen doch schließlich mit Geschlechtsorganen geschaffen hat.

Was ich wollte war Gott ganzheitlich betrachten. Dabei war es für mich unmöglich Okkultismus, Esoterik, Mystik und spirituellen Schulen aus dem Wege zu gehen. Ich weiß heute leider, dass auch die Mohammedaner sich kaum besser verhalten als die Christen. Die unsere Heidenfeste einfach kopiert haben.
Was mich reizte war jedoch nicht, die selben Jahrhunderte alten ausgeleierte ausgelutschten Gebete in der Kirche zu singen, um dem Priester dort vorzugaukeln, dass mich irgend etwas von seiner lächerlichen Rezitation interessierte, sondern mir ein Buch namens Bibel zuzulegen und dies von vorn bis hinten zu lesen. Ich sehe noch heute die Menschen vom christlichen Gott sprechen, als ob sie ihn durch ihre Taufe für sich gebucht hätten, wie ihre Priester, oder Rabbiner, ihre Imame, die denken sie wüssten mehr über Gott, als der Schreiner, der in den Wald geht, sich einen Baum zu schlagen, Holz zu bestellen und etwas schönes daraus zu formen. Durch meine zahlreichen Exkursionen durch die Bücherregale dieser Welt ist mir nun bekannt, dass Gott auch in der Schmalzfliege steckt, die über einem Haufen Hundekot fliegt. Ebenso ist er die Luft, der die Fliege trägt und genauso ist er in mir, der das ganze beobachtet.

So setzte ich mich mit den alt-mystischen Veden auseinander und erfuhr was ein Hohepriester ist. Ein lachhafter heutiger Bischof ist mit einem antiken Hohepriester nicht ansatzweise zu vergleichen. Der Bischof hat Macht durch Geld. Der Hohepriester, falls es dieses Geschlecht überhaupt noch geben mag, hat Macht durch Wissen. Das eine ist eine erkaufte, das zweitere eine vollkommen legitimierte und berechtigte. So sah ich auch oft in den Fernseher und je länger ich das tat wurde mir klar, was den Menschen dieser Welt für ein Schwachsinn als Realität verkauft wird. Gehe schön zur Arbeit und danach schön einkaufen. Sie wollen uns aus schröpfen, wir sollen Kapital für die oberen akkumulieren. Und alle da, alle da hier in Deutschland und Europa tun es. Ja ich tue es doch auch. Ich kann in dieser Welt gar nicht anders. Aber was ich doch machen kann ist darüber nachzudenken wie und wofür ich bezahle, und welchen Mehrwert hat das Ganze hat. Bei welchen Projekten arbeite ich mit?

Denn heute weis ich, dass ich der Gott meiner eigenen Welt bin, somit kann ich bestimmen ob ich Fleisch gequälter Mastschweine esse oder einen gesunden Biosalat. Du hast die Wahl. Das ist ein Zitat aus einem sehr alten Punk Rock Song, den mir eine Freundin in den schweren Phasen meiner Suizidalität vorgespielt hatte. Ich habe ihn niemals vergessen, obwohl es schon Jahrzehnte her ist. So hat Gott auch die Wahl, aber er ist groß dass er uns Menschen die Wahl weiterreicht und wir darüber entscheiden, wie wie wir unseren Planeten, unser Sonnensystem und unsere Welt gestalten. Wollen wir Krieg mit Außerirdischen? Oder suchen wir uns erst einmal Verbündete im grenzenlosen All? Die Sirianer vielleicht? Esoterik heißt geheimes Wissen und eben aufgrund dieser Tatsache so bin ich, wie es auch die Hohepriester niemals waren, nicht bereit alle Informationen die ich kenne zur freien Verfügung zu stellen. Wissen will gesucht werden. Wissen will nicht aufgezwungen werden. So führte mich auch einst meine Reise ins Reich der Philosophie, und lies mich dort nie wieder heraus. Aber dennoch weis ich heute „ritual unions got me trouble“.

Ein Spaziergang

„Ich kann manchmal hören kann was andere Menschen denken. Es ist dann nicht so, dass ich sie höre als ob sie sprechen hören, sondern eher als könne ich ihre Gedanken hören. „Was denkst du, Leo? Ist es schön was sie denken?“ „Je mehr ich mich damit auseinandersetze und es wird wenn ich entspanne immer stärker, muss ich sagen dass es schön ist. Die Menschen sind in ihren Gedanken meist viel schöner als sie sich geben. Sie kommen mir dabei manchmal wie kleine Kinder vor. “ Ein Reh entsprang dem düstermodrigen Fichtenwald, als Leo und Herr Krioski an eine verrostete Tür am Zaun gerieten, die scheinbar so etwas wie eine Grenze markierte. Sie war nicht abgeschlossen und so gingen die beiden ohne zu zögern hindurch. „Die Freiheit“ sagte Herr Krioski.

Leo hatte die Augen weit offen, er war auf das Gespräch konzentriert. Ein dünner schwarzhaariger Junge, der auf alle stets etwas seltsam gewirkt hatte. Manche gleichaltrige hatten Angst vor ihm. Den Mädchen gefiel er meist, denn er war wohl das, was man gut und gerne als Träumer bezeichnete.
Seine grauen Augen sahen stets wie durch einen Menschen hindurch und der kleine Mund zeigte in seiner aktuellen Mimik meist die Gefühlslage Leos an. “ Es ist für mich nur so, dass ich glaube mich in diesen Welten verlieren zu können. Wenn ich in die Meditation komme gerate ich in den Trancezustand, in dem ich Gedanken und Gefühle anderer gut wahrnehmen kann. Ich finde das nur so interessant, dass ich manchmal vergesse abzuschalten. Dann schlage ich mir die Nächte um die Ohren, aber jetzt habe ich ja diese Schlafmedizin.“ Ihm war damals nicht klar, wie die Welt über Menschen wie ihn dachte, wie sie ihn verachteten. Ohja wäre da doch nicht diese tolle Schlafmedizin. Sie erstickte die Gabe in Müdigkeit, tötete den Spirit und sorgte für nichts als einen klaren aber müden Geist. „Es ist der Preis den Menschen meiner Art in dieser Welt zahlen müssen“ dachte Leo.

„Es gibt tolle Bücher zu dem Thema, mir ist aufgefallen, dass du dich sehr für Philosophie interessierst Leo, lies doch mal Sofies Welt“. Oh nun das war einer dieser Titel, den Leo hörte und sofort wusste, dass es ein Buch sein würde, das sein weiteres Leben prägen würde. Die Menschen um Leo herum, wussten nicht was genau es war, das ihn so wurmte. Man wusste aber das Leo sich in großer Gefahr befand. Er spazierte stolz und wissbegierig durch die Welt, sah die Gefahren. Ja das ist es, er sah die Gefahren. Aber er sah sie nicht an. So hatte man ihn doch stets vor dem Zigarettenrauchen gewarnt, ihn gewarnt Drogenexperimente zu machen. Wie weit hatte ihn das alles bisher gebracht? Er glaubte sich Psychonaut nennen zu müssen, jemanden der mit Zuständen experimentierte. Doch all das war nichts für ihn, zumindest noch nicht, denn nur Wenige konnten sehen was er wirklich war. Schlacksig und groß hatte ihn die Pubertät gemacht, ein Knabengesicht zierte seine Wangen, aber letzendlich war er noch immer ein kleiner Junge. Er war nichts als ein Kind, das die Gesellschaft nicht gebrauchen konnte und deshalb gab man ihm diese Medizin. Hätte man das doch gewusst. Hätte man ihn doch einfach mehr spielen lassen, vielleicht ein Jahr, ein paar Monate.

Herrn Krioski viel der Kontakt mit Leo schwer, denn er war ein Junge den er mochte. Ein Träumer und Denker, der viel zu tief nachdachte und sich fragen und Theorien stellte, die in unserer Gesellschaft einfach nicht geduldet sind. Leo wusste ja noch nicht einmal wie man die Dinge beim Namen nannte, mit denen er sich beschäftigte, kannte die großen Bücher der Esoterik und Spirtiualität nicht, hätte die Frage was diese Fächer überhaupt seien, zu dieser Zeit niemals beantworten können. „Nachts malt er Bilder von nackten Frauen“ sagten sich die Erzieherinnen und fanden das ganze irgendwie lustig. Aber es war wohl normal für einen 16 Jährigen stets an nackte Frauen zu denken, also warum all das pathologisch betrachten? „Ich hörte du malst“ fragte Herr Krioski beim Spaziergang in der Freiheit? „Ich kann das gar nicht, aber ich versuche mich zu verbessern“. So ging man vorran, es war ein Freitag mittag. Einer jener Freitage die alle liebten, gerade mittags, als die Vorfreude aufs Wochenende am größten war. „Also gehen wir zurück“ und so gangen sie zurück in das Heim. Als sie eintraten, wurde der Schlüssel zweimal umgedreht. Die schwere Tür war fest verschlossen. Nur auf bitte würde der Schlüssel erneut gedreht werden. Nur wenn er freundlich blieb. Die Eingangstür zum Wohnbereich war abgeschlossen und genau, das war es was nur wenige verstehen können und was Leo so traurig machte. Denn Leo war nicht frei. Man hatte ihn in ein Zimmer gesperrt und stellte ihm jeden Tag ein leckeres reiches Essen auf den Tisch, aber er konnte nicht das tun und lassen was er wollte. Er war in seinen eigenen Augen nichts als ein Gefangener des Systems, der Gesellschaft, die aus ihm wieder einen arbeitstauglichen Jungen machen wollte. Viel zu jung war er wohl für eine derart rabiate Behandlung. Jedem hatte er von nun an über sein Herz und seine Psyche auszudrücken , denn er wurde nun in eine spezielle Kaste gesteckt. Leo hielt sich noch wacker, doch die Ärzte die ihn behandelten stellten sich ernsthaft die Frage: Wird er diese Krankheit überwinden? Den Wahnsinn, wird er ihn überleben? Viele schafften es nicht. Da wurde Leo gerufen, die Zwischenmahlzeit war fertig. Essen, Tabletten und Schlafen. Er war ein Mastschwein.

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