Blutrache

Er ist ein Narr. Solander lernt nichts. Erst gestern habe ich ihn so lange geprügelt, dass er sich gekrümmt hat. Er will meinen Stein nicht. Ich habe erst vor zwei Tagen einen Dolch fertiggestellt der uns zwei Säbelzahntiger, Pferde und drei Sack Brennnesseln gebracht hat. Dazu noch 13 bunte Steine. Da sitzt er am Feuer und labt sich am Fleische. Klopft wieder auf seinem Bauche und die Weiber wackeln die Köpfe. Was soll aus ihm werden, mein Fleisch und Blut. Unser Stamm wird kleiner und kleiner. Uns steht ein langer Winter bevor und wir haben kaum Steine gefunden. Abrahams Stamm will bald das Fleisch zurück. Mir schmerzt der Rücken. Jeden Tag schmerzt mein Rücken. Mögen Solander die Mammuts holen. Er würde nicht einmal einen Hasen erlegen können, wenn er vor ihm steht.Nachdem Solander die Schläge kassiert hatte veränderte sich etwas in ihm. Sein Fuß schmerzte über Wochen. Er schmerzte so stark, dass er Heilkräuter brauchte, aber der Stamm hatte nichts mehr. Nach vielen Tagen konnte er dennoch wieder laufen, aber er hinkte stark. Alle lachten ihn aus. Sein Vater weinte viele Tränen nachdem er seinen Sohn laufen sah.

Eines Nachts als der erste kalte Schnee des Winters aufkam, verließ Solander seine Höhle. Er nahm seine Felle und seinen Stock und ging fort in Eiseskälte. Schuhe hatte Solander keine mehr, der Schnee schmerzte und er bekam schnell schwarze Flecke und konnte nicht mehr weiterlaufen. Er zog Richtung Süden.

13 Jahre vergingen.

Ein Frühlingsmorgen. Sonne strahlte. Solanders Vater war alt geworden. Sein Rücken hatte ihn nicht altern lassen, sondern sein schlechtes Gewissen. Da kam er: Ein starker junger Mann. Er hatte dicke Zöpfe die mit Sehnen geflochten waren. Seine Haut war brauner, als aller anderen Menschen aus dem Norden. Vor seiner Brust taumelte eine Holzföte. Um den Rücken hatte er eine kleine Trommel mit Gepardenfell gespannt. Alle erkannten ihn am Hinken schon vom weitem. Schnell sprach sich in der Höhle herum, dass Solander zurück war.

Sein Vater war kurz vor der Höhle und sammelte Bärlauch als sein Weib ihn rief. Sein Sohn sei zurück. Er freute sich, aber zeigte sich stark. Er sagte“ Der Irrsinnige“.

Als sein Vater zur Höhle kam sah Solander ins Feuer. „Na wieder da, du Schwachkopf?“. „Ja Vater, hier schaut was ich aus dem Süden mitbringe“. Er griff sich zwischen die Beine und zog einen kleinen Stein hervor. Dieser war etwas sieben Zentimeter groß. Sein Vater sah den Stein der glänzte wie die Sonne, niemals hätte er gedacht, dass es so etwas geben könne. „Man kann damit Zaubertränke herstellen“. „Sein Vater biss die Zähne zusammen sah ihn Finster an und ging aus der Höhle“. Nun stand der kräftige Solander auf und schlug so lange auf seinen Vater ein, bis dieser sich nicht mehr bewegte. Sein Vater starb wenige Minuten später.

Ein paar Wochen später spazierte Solander westlich des Hügels nähe des Gebietes eines feindlichen Stammes. Er stolperte über eine Wurzel und fiehl hin. Als er im Wald auf den Boden knackste brachen die Stöcker und Solander stürzte in den Eingang einer Höhle.

Es war nur eine ganz kleine Höhle wenige Meter tief. Er sah auf eine Steinwand. Er sah sein eigenes Bild, über Jahre in die Wand geschlagen. Es sah wunderschön aus. Solander rastete dort.

Die Brötchenmagd

Am Morgen dort
ein Brötchen liegt
ein Ofen hat’s
gebacken

Am Abend Mord
die Leiche liegt
ein Lächeln grinst
im Schatten

Am Frühstückstisch
ein Brötchendieb
ein Seitenhieb
die Dirne wird
gehangen

Am Mittag fort
ein Kruben liegt
die Tränen sind
vergangen

Ein Brötchenmensch
ein Liebchen lieb
kann in ihr Herz
gelangen

Ein zarter Schlag
ein schwerer Hieb
die Liebe ist vergangen

Ein stiller Mord
ein Brötchendieb
ein Schrecken auf
den Wangen

Sacred Spirit

Es ist ein großer Frevel, dass in den U.S.A. nirgendwo Denkmäler und Mahnmale zum Holocaust an den Indianern stehen.

Auf bestialste Art und Weise richtete der weisse Mann sie zu Millionen hin, alles wegen des Goldes.

Auch die südamerikanischen Stämme wurden von unseren Vorfahren genozidiert.

Deswegen hier ein Indianerlied in Erinnerung an die Stämme und an die Toten.

 

Gedanken zum Anarchismus Teil 5 – Freiheit

Freiheit ist ein Begriff, der impliziert zu tun was man möchte, man ist gewählt eine Handlungsoption nach seinen höchsten Maximen auszuführen. Ob es nun eine Wohlfahrtsspende ist oder ein Mord, das Subjekt handelt, weil es frei ist. Die einzige Option die Freiheit einzuschränken ist die Zensur und die Inhaftierung. Dennoch besteht die Freiheit auch in diesem Punkt weiter.

Der zensierte Mensch wird durch Strafe und Sanktion die in dem Falle die Sanktion darstellen nicht verwerfen. Das Gegenteil ist der Fall, er wird sich zumeist als bestätigt verstehen, denn warum durfte er dieses oder jenes denn nicht aussprechen. Wenn wir die Menschen, die im Jugendalter ins Gefängnis gehen, betrachten, finden wir oft eine moralische Beugung der Handlungen im Leben nach unten. Das heißt die Menschen begehen mehr und mehr Straftaten und drehen sich in einer Spirale aus Gefängnis Verbrechen und Freiheit.

Das Problem besteht jedoch das ein Gedanke im Kopf existiert und ihm nicht entrissen werden kann. Wenn ein Liebesdrama entsteht und der Gedanke zum Mord erst einmal Hand und Fuß des Menschen ergriffen hat, so wird er dermaßen eingenommen sein und nur schwer wird er die Verblendung des Hasses erkennen, nur schwer wird er rational denken und die mögliche Strafe sehen, nur schwer wird er die Gedanken ablegen können. Der Wille zur Straftat entstand bereits vor der Tat.

Der Staat sanktioniert unsere Verbrecher, dies kostet Millionen und ist nicht zweifelsfrei zu kritisiern.

Nun denkt man an den Mord als Handlung und stelle sich einmal vor, der Staat würde nichts sanktionieren, es gibt kein Gesetz des Verbotes der Handlung. Ich möchte zwei Extreme der Tat aufzeigen. Im Ersten handelt es sich bei dem Opfer um einen beliebten Menschen, im Zweiterem um jemand völlig unbekannten.

Im ersten Fall wird der Mord bekannt werden, der Mensch würde verschwinden, möglicherweise taucht seine Leiche auf. Die Frau des Opfers voller Trauer wird wütend und voller Hass, auch die Freunde werden irgendwann Hass gegen den Mörder empfinden. Nun würde das Gesetz der Rache, man könnte es karmische Reaktion nennen, dass die Frau möglicherweise einen Kopfgeldjäger engagiert um den Mord zu rächen, auch aus dem Freundes und Bekanntenkreis könnte dieser Racheakt entstehen. Wir stellen uns weiter einen gesetzesfreien Raum vor, die Rache würde dazu führen, dass der Mörder auch stirbt. Nun ist die Tat gerächt, ohne ein Gefängnis und ohne staatliche Regulation.

Der zweite Fall beschreibt zum Beispiel einen obdachlosen Streuner, der aus reiner Mordgier umgebracht wird. Möglicherweise wird man seine Leiche finden, die Ermittlungsarbeit der Polizei dürfte sich als sehr schwer erweisen, denn ein geschickter Mörder verschleierte die Tat, man kann ihn nur schwer ausfindig machen, nicht zuletzt da der Streuner niemandem bekannt ist. Stellen wir uns vor der Obdachlose ist bewaffnet und tötet den Mörder im Affekt, nun wird der arme Streuner durch Gesetze sanktioniert. Welch ein Frevel. Im ersten findet man nie einen Mörder im zweiten wird das Opfer bestraft.

Ob in der Monarchie, in der Demokratie oder der Diktatur, die Freiheit ist stets in den Gedanken der Menschen, aus ihnen resultieren die Handlungen. Freiheit ist durch Gesetze reguliert, aber die Wahrheit ist doch das Freiheit gar nicht zu regulieren sein kann, solange keine Gerät erfunden das die Gehirne der Menschen manipuliert. Freiheit ist im Kopfe, erst danach geht es in Handlung über und wird zur Tat egal ob es sich um Straftaten oder Wohlfahrtsspenden handelt. Die Freiheit der Gedanken zieht sich durch alle Epochen Zeiten und Herrschaftsformen und ist niemals aufzulösen.

Fortsetzungsdichtung Teil 4

Zwei Kommissare betrachten eine tote Frau.

Sie ist voll blut, riecht modrig alt,

wer tat das nur, wer nutzt Gewalt.

Hier in im Raum mit Milch und bunt gebildert,

Die Leiche scheint schon bald verwildert.

Sie blutet aus dem Bauch heraus,

dort an dem Ohr Igitt die Maus.

Welch Mensch tat diese Grausamkeit?

hier riechts so süßlich, fast nach Honig,

beim Küssen schmeckt sie süß melonig.

Dass denk ich mir und sprech es nicht,

Wie leer schaut dieser Schönheit’s jung Gesicht

Der Bauch gefüllt mit Klingenstahl,

sieht lieblich aus, sie hat die Wahl.

So rundlich ist ihr süßer Schatten.

Dort oben knacken braune Latten.

Ich vermute, sie hat kein Geld gespart,

schau was sie hier verwahrt.

Sie muss zum Schlitzer sag ich dir,

denn diese Spuren brauchen wir.

 

 

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