Der Tanz

Die schwarze Kirsche
Wer bekommt die schwarze Kirsche?
Ich tanz zum Takt, wackle hüpfe pirsche
Gleich dem Vogel, Vau und Hirsche

Der DJ spielt den Metalsong
Headbangen auf dem Stahlbeton
Der Klang weißes Licht im Glanze
Münster geht heut aus zum Tanze

Blauer Lippenstift zieht am Stummel
ich quetsch mich raus durch das Getummel
Sie hat ein lila Kleidchen an
und trägt nen gelben Spitz-BH
kleidet sich so wunderbar

Gewinn ich ihre Gunst
Flirten ist ne Königskunst
Die Musik ist schlecht
gleich geh ich Schluss
da gibt sie mir nen Backenkuss
wirklich wahrhaft, echt?

Sieh nur weibliches Geschlecht
mit Schminke zieren ihr Gesicht
und gleichen Vau im Sonnenlicht
sie tanzen uns zu betören
zu Trompete, Gitarr und Chören

Die Dame lädt mich nach Hause ein
Heute Nacht schlaf ich nicht allein.

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Der Pfiff

Ich pfiff zwei Wochen an nem Lied
zwei drei Tage pfiff ich schön
drei vier Tage von von Trauer
nass zieht auf ein Regenschauer

Ich pfiff und pfeife auf der Bühne
Rot fliegt die Tomate
Entferne mich im Gepfeife
Heul nachts an der Bank beim Teiche

Ich pfeife, erblicke
Ihr Geschlecht
ich Pfeife pfeife
pfeif nicht echt

Sitz am Markt und
hör wen pfeifen
Pfeift er mein Gepfeife?
Wir pfeifen, pfiffen
Endlosschleife

Hänge am Galgen
soll hier pfeifen?
PFeif den Blues
wird das reichen?
Das Lied vom Tod
Pfeift mir der Mond

Mein Geist neben der Leiche
Braucht er jetzt Gepfeife?

Wir Pfeifer pfeifen
pfiffen gerne
Pfeifen nachts zum Schein der Sterne
bitter-zarte Melodie
Es ist der Pfiff
denn er stirbt nie
Ich bin Pfeifer, auch ein Mann
der nichts als fröhlich pfeifen kann

März

Im Frost spriest ein hellgrün Same

Das Skatspiel auf dem Tisch gemischt

im See bereits der erste Lachs gefischt

Elegant gezündeter Tabak von der Dame

Der März ist kalt, es ist ein Frühlingsname

 

Am Freitag friert der Fluss schon wieder

Der Wind ertaubt die Menschenglieder

In der Stadt spielen Junker Liebeslieder

Der Sam, das Korn, es spriest der Flieder

Ich seh auf meine Armbanduhr hernieder

Wo ist die Zeit, mir ists zuwieder

 

Und daheim der trockne Sauerteig

daraus forme ich nen Herzbrotlaib

mit ner Kruste knusprig Käse

Was fehlt? Burgunder Spätauslese

 

Der Krokos der dort lila  blühte

im weissgrünen Schneeglöckchenmeer

der Flieder der sich heut bemühte

schafft den Weg ans Licht nur schwer

 

 

Frühling wir erwarten dich

schon seit langem

ach wärst’s doch vor nem Jahr

nicht  einfach so gegangen

Barde

Das Ohr verliert sich im Klang,

im rechten Ton erklingt Gesang,

Die Noten schreiben unsere Welt,

mit Münzen, Wein im Klirren

ertönt Antonius Harfe,

da tanzt selbst die Schabenlarve.

Die Uhren drehen sich lichterloh,

im Schatten tanzt der Zirkusfloh,

Im Winde sing ich meinen Blues,

und kauf mir danach neue Shoes

Das Wackeln der Wellen

Klatscht der Bass schon Schadensdellen,

in Wand und Tor,

ich sing mit dir im Elfenmoor

Erklingt die Klinge grell zur Schlacht,

Sing ich den Tanz der Toten, gute Nacht

In mir leuchtet rote Sonne

Ich aß zum Frühstück fast ne Tonne

Das Wasser wackelt mit dem Beat

ich spiele dir ein rotes Lied.

Ein Lied zum Tanz zur Lust zur Wonne

und es danach gleich noch ne Tonne

Rauch ne Pfeife, zieh nen Bong,

entspann mich danach beim Qui Gong

schreib den Vers schreib ihn zu dir

Musika, mein Herz mein Leb und Bier

Du schöne Tänzerin in feurig Nacht

erklingst du schon in voller Pracht

Reite du nur himmelwärts,

ich lach ich trink, ich dacht du scherzt,

selbst wenn es mir die Finger schmerzt

Ich wackle weiter mit Gehör

ich spreche dir ein Geschwör

Ich liebe dich und du liebst sie

verspreche dir, vergess dich nie

Herbstwind

Am Morgen trägt er die Blätter von den Bäumen,

Es ist Zeit die Felder zu leeren, die Kartoffeln einzufahren

Der Speicher füllt sich, Bauern fahren auf dem Sammelwagen,

Sieh im Wald, wie die dicken Pilze aus dem Boden ragen,

Ich will den Anblick des bunten Waldes nicht versäumen.

Der Tod, das Sterben des grünen wilden Sommers,

Vorbei, die Zeit der Musik, des Blitzes, des Donners,

Der Apfel schmeckt fruchtig sauer süß,

Die Speicher, der Agrare, wohin mit dem Gemüß?

Der Herbst kommt in kleinen Schritten stets zur Erde,

Die Engel hoch oben, backen auf dem Himmelherde,

Warme Kälte, nasser Wind, das Kind,

das Jahr für Jahr erneut zu Boden fällt,

der Bauershund, der wachend bellt,

Die Schweine, die Hühner, das Rind,

Im Land der Deutschen, weht des Herbstes Wind.

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