Ein Holzring

Da liegt noch ein Ohrring von dir auf der Schrankkante. Ein schwarzer Ohrring, der irgendein Motiv, wie mit einem Edding gezogen, darstellt. Und ich sehe mir das Schmuckstück an und denke an sie zurück. Tränen kullern meine Wange herunter, denn: Keine ist jemals wie sie gewesen. Ich erinnere mich noch daran wie ich dir die letzten Jahre immer öfter versucht hatte zu erklären, dass es für mich doch ein gefährliches Leben ist, auch wenn ich offensichtlich der Berufung des Studenten- und Pädagogen nachkomme, so lebe ich stets in Gefahr eines Tages zu verschwinden, abtransportiert und befragt, vielleicht sogar gefoltert zu werden. Mein Mädchen hatte mich oft angehört, aber in den letzen Jahren hatte sie ihre eigenen Probleme gehabt, wir sind wohl zu tief am Ertrinken gewesen, als das wir uns noch gegenseitig an die Atemluft hätten ziehen können.

Ich hatte dir zu erklären versucht, dass man mir nachstellt. Wärst du doch einmal auf das eingegangen, was ich dir zu erzählen versucht, so hättest du von den schwarzen Autos erfahren, die meine Wohnung umlauern, von den Agenten, die mit Pistolen bewaffnet in der Gegend ihr Unwesen treiben. Von dem Draconier, den die Nachbarn in meiner Wohnung sahen. Wir Seher sind gefragte Leser. All das klang für dich damals ängstigend, aber verstanden hast du dennoch nicht, dass es sich um meinen eigenen Überlebenskampf handelte, den ich seit nunmehr zehn Jahren tagtäglich führe.

Ich hätte dich gerne tiefer in mein Verlies gelassen. Hätte dir erzählt, warum ich diese und jene geliebt, warum mich doch stets Mädchen mit großen Kulleraugen, die nach Tränen aussahen, magisch anzogen. Wusstest du das es Freudentränen gibt. Hast du jemals einen Menschen vor Freude weinen sehen?
Du hast mir stets vorgeworfen, du seist nur ein Strich auf meinem Bettkasten. Nun hätte ich dich gerne noch, bevor wir auf lange aus einander gehen etwas gesprochen. Natürlich gibt es Männer, die Strichlisten führen, aber es gibt für mich keine, keinen einzigen Strich, keine durchzogenen vier Striche, es war für mich nie ein Kräftemessen. Ich habe manche Damen über alles geliebt, vor allem dann, wenn ich gespürt hatte, sie benötigen meine Hilfe.

Du hast mir einen Ring aufgezeichnet und von Familie und einem Haus mit einem großen Garten gesprochen. Wie kannst du jemandem von Familie erzählen, der selbst gar nicht genau weiß was das ist. Während andere Kinder glücklich spielten fürchtete ich mich vor Gewalt und Misshandlung. Später suchte ich mein Glück in den phantastischen Welten der Computerspiele und den Rauschmitteln. ich war ein Magier gewesen, ein Zauberer und ein Schurke, ein ruhiges liebes Kind, dass sich stets nach der Wärme des Mutterleibes zurückgesehnt hatte.
Ich hatte dir einen Ring geschnitzt, und heute weiß ich wohl etwas darüber. Es war ein Ring zum Abschied. In meinem Alter ist mir klar geworden, dass ich mein Leben so nicht mehr leben kann. Ich kann nicht ständig hören, wie schlecht diese Welt sei, ich will Leben. ich will mehr Ringe schnitzen, aber wie war es den zwischen uns geendet?
Du hattest auf mich eingeschlagen, aus Liebe und Besitzansprüchen. Sieben Jahre wolltest du mich in dein Puppenhaus stecken und den Riegel der Eheschließung vorschieben, mich durch ein Haus an dich und unsere etwaigen Kinder binden. Du warst nicht an meinen Geschichten interessiert, was du willst ist ein zweites Schoßhündchen, dass dir ein Baby in den Bauch pflanzt.
Das traurige daran ist nur, dass ich dich tatsächlich geliebt habe. Ich habe sogar etwas geträumt. Geträumt von Glück. Ich habe immer gut geträumt wenn ich neben dir gelegen habe. Tatsächlich hast du einen unterschätzten prallen Weiberleib, den es um Werbern nicht mangelt. Du hättest bestimmt eine wunderschöne Schwangere abgegeben, vielleicht wie eine ganz reife dicke Pflaume, oder einen dicken Apfel, der zu den Seiten spritzt wenn man ihn das erste mal kostet.

Was du nicht verstanden hattest war, dass du mit Männern meines Schlages keine glückliche Familie gründen kannst, denn wir haben doch nie gelernt wie man eine solche hegt und pflegt. Der Gedanke eine Familienpflanze zu gärtnern, zu gießen und die welken Blätter zu rupfen ist ein schöner.

Ich habe aber doch bisher selten einen schönen Garten gesehen.

Rosenblüte

Ich habe dir einen Ring gekauft.

Ich habe dir viel gesagt.

Du hast mich gar nichts gefragt.

Ich habe dir ein Blümchen gepflanzt,

Ich habe dir ein Herzchen gegossen.

Du hast mich genossen.

Ich habe dir eine Jacke gekauft.

ich habe für dich ein Ziegelein getauft.

Du siehst mich nicht an.

Ich habe deinen Namen geritzt.

Ich habe deinen Schänder geschlitzt.

Du liebst micht nicht. Nie mehr.

Ich bin durch die Wälder gezogen.

Ich habe für dich Bäume gebogen.

Ich habe dir ein Liedchen geschrieben.

Ich hab es wohl zu bunt getrieben.

Und wenn ich jetzt gehe,

dich nicht mehr sehe,

dann habe ich das doch alles für dich getan.

Ich blute mal wieder,

Ich habe dir meinen Schmerz gelassen.

Du gehst an mir vorbei.

Ich und du, wir beide, ich kann es nicht fassen.

 

Willst du mich nicht,

will ich nicht mich.

Ich gab dir mein Herz so leuchtend rot.

Willst du es nicht haben, so find ich dich,

wenn Gott es will in meinem Tod.

 

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