Ein Schatz

Eine Kiste voller Silber. Golddukaten starrten aus der alten Truhe und ich dachte darüber nach was ich all die Jahre eigentlich getan hatte. Als Kind hatte mein Vater mir doch stets eingeimpft, dass ich für mich sorgen können müsse. Doch dann irgendwann wurde die Arbeit einfach so knapp, dass ich beschloss zur See zu fahren. Kaum Erwachsen stand ich also auf dem Schoner, um Fische zu fangen, sie in Essig oder Salzfässer einzulegen und auf dem Markt wieder zu verkaufen. Ein saurer Hering ist im Winter immer einen Bissen wert. Umso kälter es wird desto mehr Essen brauchen die Leute. Essen essen und wieder essen, ich wurde so schlecht bezahlt, dass ich mir kaum selber mal einen Degen leisten konnte um mich zu verteidigen, doch als mein Vater starb, durchlief ich stolz unseren Schoner, mit dem Degen des Verstorbenen bewaffnet, immer auf der Furcht vor Piraten. Doch eines Tages war es dennoch so weit gewesen. Mit Eisenkugeln durchlöcherten sie unsere Reling und mir wurde, als ich die schwarze Flagge mit dem lachendem Totenkopf darauf sah, bewusst, dass es nun um Leben oder Tod gehen würde. Wir waren viel zu weit weg um an Land zu schwimmen und das Gemetzel, welches die Freibeuter mit meinen Kollegen anstellten, bereitet mir auch heute noch manchmal schlaflose Nächte. Da stand er vor mir, ein Mann wie ein Felsen, Narben im Gesicht und hielt mir seine Pistole vor die Schläfe. „Einen netten Degen hast du, mein Junge“. „Ich will leben, bitte drückt nicht ab“. „Hahaha, wie zahlt man denn so auf dem Fischkutter, na ja oder dem Ding was dies Holzgerüst noch dar stellt. Es wird bald sinken“. „Mir hat man stets kaum etwas von dem Gewinn bezahlt, mein Kapitän behält immer alles. „Dem habe ich gerade das Hirn weggeschrotet, du bist also arbeitslos“. „Ihr werdet mich nicht töten?“, „Fischer können wir Piraten immer gebrauchen, zudem hat es eben unseren letzten Schiffsjungen zersäbelt, nun hast du die Wahl, sterben oder mein Schiff. Und so geschah es dass ich meinen Hafen die nächsten Jahrzehnte nicht mehr wieder sehen würde. So wurde ich Freibeuter, ich lernte die Navigation ohne Instrumente nach den Gestirnen, auch wenn ich zugeben muss dass es doch ein paar Jahre schlug, bis ich nach Sternen schiffen konnte. Wir waren auf kalter rauer See, jeder von uns seine kleine Truhe, seinen kleinen Schatz. Es war doch irgendwie wie Arbeit, wenngleich spannender. Es ging ums Töten und Rauben, doch je älter ich wurde desto stärker dachte ich nicht mehr über die Toten nach. Meine Gedanken dazu waren stets die gewesen, dass diese Menschen sich der See ausgesetzt hatten. Der Mann der in den Dschungel geht, kann von Tigern zerfetzt werden, ein Goldschürfer im Berge kann bei einem Einsturz ums Leben kommen, und die Gefahren der Seen waren eben wir. Als ich meinen Degen dass erste mal in ein Auge stach und das Blut langsam das Gesicht herunter floss, war mir ein Detail aufgefallen, bevor der Seemann stürzte, dass ich die darauffolgenden Jahre immer wieder beobachten würde. Egal welche Fratze ich zerstach, im Tode lag doch stets ein Lächeln. So gingen viele dahin, manche schrien noch vor Schmerzen, doch ich lüge nicht wenn ich behaupte, dass Tote stets sehr friedlich aussehen. Sie ruhten in Frieden. Sie waren durch meine Hand gefallen. Das ist so. Meine Truhe hat viele Leben auf dem Gewissen, so ist es eben. Unsere Könige führen Krieg und schicken tausende und abertausende in den Tod. Wofür? Es geht ihnen genau wie mir doch immer um die Macht, auch wenn sie sich in meinem Fall in Gold und Silber präsentiert. Ich habe vor einem Priester an einer Hafenstadt gebeichtet, in der wir mit einem Tarnschiff lagen. Danach haben wir schnell ablegen müssen, aber nie werde ich vergessen was der Pfaffe mir gesagt hatte. Gestorben wären wohl alle sowieso, ihr habt ihnen nur die Zeit genommen. Ja das hatte ich getan, die Lebenszeit die ich genommen hatte war Umfangreich. Wer leben will, sollte eben nicht zur See fahren.

Eine Wollnation

Als Columbus der Schiffsmann
dort eintraf
Ein Gemetzel
Schlachteten der Indianer Millionen
raubten das Land
Burning and Looting
Alles was Sie tun
Brennen und Rauben
Reduziere mich auf mein ATP

Die Weltpolizei heute
eine Militärdiktatur
EINE WOLLNATION
Sie haben die Sklaven zu Tode gepeitscht
Karma lastet schwer
saugen dem Planeten sein Kapital

Ich muss zur Marine gehen
und töten
Ich muss segeln
EINE WOLLNATION

Rockefeller, Rothschild
ich bin Humankapital
EINE WOLLNATION

Krieg zieht auf
und dieses Sklavenschiff
ist seinem Meister hörig

Im Osten wird ein grünes Feuer gezündet

Das Schiff

Der Ruderer mit Muskeln bepackt,

Das Segel lodert im Rudertakt.

Der Kapitän setzt alles auf eine Karte

das niemand seinen Plan verrate.

 

Der Kahn er schifft in den Ozean rein,

Die Peitsche schwingt, ein Sklavenpein.

Der Matrose isst Kartoffel,

Die See bleibt rauh und ruhelos.

 

Die Mannschaft müde Odysseus flucht,

da scheint ein Licht ein Oger,

ist’s das Feuer das gar loder?

Es ist die Falle, der Sirenenruf

 

Das Schiff schifft dem Himmel entgegen,

der Schweiß erfüllt die Relingsschwelle,

Odysses blickt gen Stern verwegen,

in dieser Nacht blitzt ein Funkelschnelle.

 

Und da der Kapitän er nimmt die Axt,

niemand unterhalb der Segel ahnt,

auch der Held, Odysseus nicht gewahrnt.

Ergreift die Axt und geht gen Keller.

 

Neben der Küche in dem Boden, in dem Holze,

bricht schon bald ein Bodenbolze,

Ein Loch im Kahn, im Boden, ein Leg,

Im Frachtraum steht das Schiffsgepäck,

Der Kapitän er hat gewettet,

auf dass der Kahn die Städte nicht errettet,

so schwirren die Sirenen aus,

Im Kahn ertrinkt schon Mensch und Maus,

Nirwana

Was ist es der Schmerz, die Gier?

Warum sind es wir, die sterben hier.

Du denkst, Alles Illusion, es gibt kein Mana

du denkst, du wärest glücklich, kennst kein Nirwana.

Es gibt die Antwort, seid alle gewarnt

ein fliegendes Schiff, durch Unsichtbarkeit getarnt.

Es saugt an uns allen raubt uns den Geist.

Eine Kolonie, unsre  Leben sind der Preis.

Du brauchst den Beweis?

Fühl in dich hinein, kann all diese Welt hier

Gottes Wille sein?

Die fliegende Festung, sich spielt und fand,

sie ist Wahrheit schon lange bekannt.

Tantalus der auf kosten unsres Manas

ein grausam Projekt vollzieht.

Bald vollendet, diese finstre Maschine

die Festung, die noch fährt.

Die Algorythmen schwächeln, das Gewissen wird schwach,

der Kampf steht bevor.

Wir müssen da durch, bleib wach!

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